DVB-T: Die Antennenfrage

Vor einigen Tagen trieb mich die Sehnsucht nach umfangreicher multimedialer Unterhaltung in den naheliegenden Elektronik-Grossmarkt und zum Kauf einer Hauppauge WinTV-HVR 1100. Für diese Karte gibt es bereits Treiber für Windows Vista zum Download. Dazu erstand ich gleich noch eine Stabantenne für etwa 15€, die auf mich einen hochprofessionellen Eindruck machte.



Nachdem ich zuhause die Karte in den letzten verbliebenen freien PCI-Slot eingebaut (warum hat der Dell Dimension 5150 eigentlich nur 2 freie Plätze?! na ja, vermutlich ein eigenes Thema) und den in Windows Vista Ultimate enthaltenen Media Center angeschmissen hatte, startete das Scanning nach empfangbaren Sendern. Mit der hochprofessionell anmutenden Stabantenne liessen sich miserable 10 Sender auffinden, von denen noch nicht einmal alle gut empfangbar waren. Nach meiner Erinnerung sollten sich so etwa 30 Sender im Hamburger DVB-T Bereich empfangen lassen.

Nach etwas Recherche im Internet fanden sich einige Anleitungen, die nahelegten, dass sich durch Selbstbau bessere Ergebnisse erzielen liessen als durch ebensolche 'professionellen' Stabantennen.

"Ich vernehm die Worte wohl, allein mir fehlt der Glaube" - also nachmachen!

Alles was dazu benötig wird, sind ein altes Antennenkabel, etwas Kupferdraht, ein Lötkolben und Lötzinn. Zunächst kneift man an dem alten Antennenkabel den nicht benötigten Stecker ab.



Dann entfernt man die äußere, meist weisse Plastik-Isolierung auf einer Länge von 15 cm. Diese Angabe bezieht sich auf Empfangsversuche im Hamburger Raum, Düsseldorf müsste laut obiger Anleitung auch passen, ansonsten finden sich dort die Berechnungsgrundlagen. Das ganze sieht dann so aus:



Man erkennt deutlich das maschendraht-ähnliche Massegeflecht, das man nun ebenfalls bis auf einen Rest von etwa 4cm entfernt. Auf der ganzen Länge von 15cm entfernt man nun das sog. Dielektrikum (die leicht durchsichtige Schicht um die Seele).

An dem verbliebene Rest des "Maschendrahtes" verlöte man einen 15cm langen Kupferdraht, so dass alles etwa so aussieht wie auf dem dritten Bild unten.



Mit dieser Selbstbauantenne liessen sich nun 26 - in Worten SECHSUNDZWANZIG Sender empfangen. Kommentare zur Qualität der Lötstelle werden übrigens kommentarlos gelöscht - ich habe nur zwei Hände und wie jeder Hobbyelektroniker weiss, braucht man immer mindestens drei ...

Kommentare

Anonym hat gesagt…
Ich wollte nur mal kurz fragen, hängt die Antenne senkrecht oder waagerecht?

Meine Antenne hat nicht dieses rangelötete Bein, aber ich würde das auch noch machen, wenn es mir die letzten Störungen auf Pro7 abnehmen würde, ich hab einfach nur den "Maschendraht" zurückgestülpt.

Ich habe aber gehört, dass je nach Senderabstrahlung die Antenne senkrecht oder waagerecht hängen soll, aber wie der Hamburger Fernsehturm nun abstrahlt, habe ich noch nicht recht gefunden.
Henning hat gesagt…
Habe ich keinen Unterschied feststellen können - werde ich mal in den nächsten Tagen zuhause testen wenn ich die Zeit finde ...
Anonym hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.
Henning hat gesagt…
>Kommentare zur Qualität der >Lötstelle werden übrigens >kommentarlos gelöscht

Schreibe ich doch - Klugscheisser :-)

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